Odilienberg

Inmitten der Vogesen erhebt sich der Odilienberg. Mit seinen 763 Metern zĂ€hlt er zwar nicht zu den höchsten Erhebungen des Rheintales, aber er besticht doch durch seine Schönheit. Eingebettet in Nadel- und MischwĂ€lder erhebt sich sein rosa schimmerndes Sandsteinplateau mit dem berĂŒhmten Odilienkloster, und ist schon von weitem gut sichtbar. Als besonderer Gast ehrte Papst Johannes Paul II diese geistliche HochstĂ€tte 1988 mit seinem Besuch. Zahlreiche berĂŒhmte Schriftsteller, Dichter und Maler ließen sich von diesem Ort und seiner Magie inspirieren. Viele Pilger suchen den Odilienberg auf; er ist aber auch bei Wanderern ein beliebtes Ziel. So lockt auch die weit um das Kloster sich erstreckende Heidenmauer, die den Gipfel des Odilienberges mit ihren imposanten Ausmaßen von 10 km LĂ€nge und bis zu 3 Metern Höhe umschließ, Besucher von nah und fern an.

ArchĂ€ologen ist dieses Bauwerk aus tonnenschweren Gesteinsquadern selbst heute noch ein RĂ€tsel. Spekulationen zu folge stammt die Heidenmauer aus dem Neolitikum. Funde aus der Bronzezeit beweisen, dass dieses Bauwerk zumindest damals schon errichtet war. Die Überreste dieser megalitischen Umfriedung wurden von den Römern restauriert und als Beobachtungsposten in die Rheinebene genutzt.

Die Römer nannten den Ort "Altitona" und unter den Merovingern, die auf dem Odilienberg mehrere Grabanlagen hinterließen, wurde aus diesem Namen schließlich "die Hohenburg".